Passend zum zehnten Jubiläum beginnt die gamescom 2018 mit einigen Überraschungen: So gibt es bei der Eröffnung mehrere Games-Weltpremieren zu sehen, die von den Entwicklern vorgestellt werden. Politische Ehrengäste sind Dorothee Bär, die als Staatsministerin für Digitalisierung für alle Games-Themen in der Bundesregierung zuständig ist, sowie Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Zudem erhalten erstmals auch Besitzer einer sogenannten Wildcard, mit der Privatbesucher auch am Fachbesucher- und Medientag auf die gamescom können, die Möglichkeit, an der offiziellen Eröffnung teilzunehmen. Das gaben heute der game – Verband der deutschen Games-Branche als Träger der gamescom und die Koelnmesse als Veranstalter in Berlin bekannt. Partnerland der gamescom 2018 ist Spanien. Das Leitthema lautet in diesem Jahr „Vielfalt gewinnt“ und stellt die große Vielfalt und Vielseitigkeit von Games als Unterhaltungsmedium, Kulturgut und wichtigem Türöffner zur Digitalisierung für Millionen Menschen in den Mittelpunkt.

„Die neue Eröffnung bringt die Stärken der gamescom auf den Punkt: Das weltgrößte Event für Computer- und Videospiele steht für erstklassige Unterhaltung, behält dabei aber auch den gesellschaftlichen Diskurs um Games im Blick“, sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game. „Die Geschichte von Games ist einmalig und wir nirgends so deutlich wie auf der gamescom: Als Nischen-Medium gestartet, spielen heute weltweit mehr als 2,2 Milliarden Menschen. Mit einzigartiger Vielfalt begeistern Games die Menschen und sind mit ihren Inhalten und Technologien wichtiger Innovationstreiber für viele Lebens- und Wirtschaftsbereiche. Games sind das Schlüsselmedium der Digitalisierung.“

gamescom 2018 stellt Vielfalt von Games in den Fokus

Mit dem Leitthema „Vielfalt gewinnt“ stellt die gamescom 2018 die große Vielfalt des Mediums Computer- und Videospiele in den Mittelpunkt. Ob globaler Blockbuster oder überraschender „Indie“-Titel, ob ein Smartphone-Spiel für zwischendurch oder aufwendige Spiele-Welten in der virtuellen Realität: Die Bandbreite des Mediums ist innerhalb der vergangenen Jahre stark gewachsen: Die Auswahl an Themen und spielbaren Protagonisten ist riesig. Die große Vielfalt begeistert immer mehr Spieler, unabhängig ihrer Nationalität, ihres Alters, Geschlechts oder körperlicher Einschränkungen. Frauen stellen knapp die Hälfte der Spielerschaft. Das Durchschnittsalter steigt von Jahr zu Jahr und liegt in Deutschland mittlerweile bei über 36 Jahren. Die größte Spielergruppe sind die über 50-Jährigen. Diese Diversität spielt auch bei der Spiele-Entwicklung eine entscheidende Rolle: Games entstehen heute in Teams mit bis zu mehreren Hundert Mitarbeitern unterschiedlichster Ursprünge.

Trend: „Mit Spielen Zukunft gestalten“

Auf der gamescom wird deutlich: Computer- und Videospiele nehmen mit ihrer Vielseitigkeit eine besondere Rolle in der digitalisierten und vernetzten Gesellschaft ein: Sie sind gleichermaßen Unterhaltungsmedium, Kulturgut und wichtiger Türöffner zur digitalen Welt für Millionen Menschen. Auch auf dem Arbeitsmarkt sind Games zunehmend von entscheidender Bedeutung: Fachkräfte der Games-Branche sind in vielen Wirtschaftsbereichen stark nachgefragte Experten, beispielsweise als Gestalter von Benutzeroberflächen oder als Spezialisten virtueller Umgebungen und Künstlicher Intelligenz. Auf dem gamescom campus können sich Besucher von der großen Bandbreite an Ausbildungsmöglichkeiten der Games-Branche selbst überzeugen. Und auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen spielen Games als Zukunftsmedium eine wichtige Rolle: Serious Games werden zunehmend im Bildungssektor und dem Gesundheitswesen eingesetzt. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen in den Jugendabteilungen, planen zudem immer mehr Sportverbände und lokale Sportvereine eSports zum festen Teil ihrer Jugendarbeit zu machen.

Trend: „Überall spielen“

Games sind heute in allen Bevölkerungsgruppen so beliebt, weil sie überall und auf nahezu jedem Gerät verfügbar sind. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung haben Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets. Rund zehn Jahre nach Einführung des App Stores, sind Smartphones zur beliebtesten Spiele-Plattform der Deutschen geworden. Dadurch sind Games überall verfügbar und durch die einfache Steuerung per Touchscreen von jedem spielbar. Die niedrigen Einstiegshürden, die große Vielfalt an Titeln und die dauerhafte Verfügbarkeit haben zum weltweiten starken Spieler-Wachstum in den vergangenen Jahren maßgeblich beigetragen.

 

Die Verfügbarkeit von Games wird in den kommenden Jahren noch zunehmen: Zusätzlich zum Kauf einzelner Titel etablieren sich Abonnement-Modelle. Für einen festen Betrag pro Monat können Spieler auf einen großen Katalog an Games zugreifen, die sie dann auf ihre Spielekonsole und den PC installieren können. Beispiele hierfür sind unter anderem Origin Access Premier von Electronic Arts oder der Xbox Game Pass von Microsoft. Andere Angebote wie PlayStation Now von Sony setzen dagegen auf Cloud Gaming: Hierbei ist kein leistungsstarker Spiele-PC oder eine aktuelle Spielekonsole notwendig. Die eigentlichen Berechnungen des Spiels finden im Rechenzentrum statt. Dadurch können selbst Blockbuster-Titel mit aufwendiger Grafik auf leistungsschwachen Endgeräten gespielt werden. Notwendig ist allerdings eine schnelle und latenzarme Internetverbindung.

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